Bienenerzeugnisse                                                     Honigsorten

           


Honig
Honig ist mehr als nur süß.
Durch seine Zusammensetzung ist Honig für den menschlichen Gebrauch gesünder als Haushaltszucker. 
Honig enthält bis zu 180 wertvolle Inhaltsstoffe, darunter Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe. Farbe und Geschmack sind abhängig vom Sammelgut. 

Die Bienen fliegen aus und sammeln Nektar von Blütenpflanzen und Honigtau. Durch die Anreicherung mit Enzymen und Trocknung durch die Bienen entsteht ein wertvolles Lebensmittel, dass in Deutschland unter Berücksichtigung der größtmöglichen Sorgfalt und unter Beachtung der lebensmittelrechtlichen Grundlagen durch den Imker geerntet wird. In Deutschland wird Honig grundsätzlich kalt geschleudert. Honig sollte trocken und kühl gelagert werden. Bei entsprechender Lagerung ist Honig über Jahre haltbar.
Inhaltstoffe:
Zucker: ca. 80%
Wasser: ca. 16 - 20%
Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Pollen, Mineralstoffe, Vitamine, Farb- und Aromastoffe: ca. 3%
Mehr dazu siehe auch hier unter
DIB (Deutscher Imkerbund)

 

Honig könnte man auch als den kleinen Bruder des Weins betrachten. Warum? 
Hierzu schreibt der Imker Johannes Haller folgendes: " Auch beim Honig bestimmt die Lage den Geschmack". 
Mehr zu diesem Thema finden Sie hier:

 

Bienenwachs

Bienenwachs ist das Baumaterial der Bienen, mit dem die Beute (Behausung der Bienen) ausgestattet ist. Die Biene baut einzelne Waben, die sowohl der Bienenaufzucht und der Einlagerung von Honig dient. Der Imker trennt die Brut- und Honigräume mit einem Absperrgitter ab. Honig wird aus unbebrüteten Waben gewonnen.

Das Bienenwachs wird zu Kerzen, die einen wohligen Duft beim Abbrand erzeugen, umgearbeitet. Bienenwachs findet auch Verwendung im Bereich von Pflegemitteln (z.B. Möbelpolitur) und in der Kosmetikindustrie.

 

 

Pollen

Der Pollen fällt bei der wichtigsten Aufgabe der Bienen an. Dies ist die Bestäubung der Pflanzen. Auf die Bestäubung durch die Honigbiene sind ca. 80 – 90 % der Kulturpflanzen angewiesen.  Die Bienen fliegen von Blüte zu Blüte und nehmen bei jedem Besuch Blütenstaub auf. Ein Teil davon bleibt am Stempel einer besuchten Pflanze kleben und dient der Befruchtung. Der Teil, der an der Biene hängen bleibt wird zusammen geschoben und als so genanntes Pollenhöschen, sieht man an den Hinterbeinen der Bienen, transportiert. Die Pollen dienen durch ihren hohen Eiweißgehalt hauptsächlich der Aufzucht der Bienenbrut. Überzählige Pollen können mit einer Pollenfalle beim Einflug der Biene geerntet werden.

 

Perga (Bienenbrot)

Perga wird durch die Bienen hergestellt. Hierbei handelt es sich um Pollen, der in die Waben eingelagert wurde und von den Bienen konserviert wurde. Der Imker kann mit einem Pollenheber in mühsamer Arbeit dieses Produkt ernten. Im Gegensatz zum reinen Pollen aus der Pollenfalle ist Perga als schmackhaft zu bezeichnen. Aufgrund der sehr zeitaufwendigen Ernte wird Perga selten angeboten.

 


Propolis (Kittharz)

Propolis ist ein klebriges Kittharz. Die Bienen sammeln es von den Harzüberzügen von Baumknospen. Die Bienen nutzen es zum Ausfüllen von Ritzen und Spalten in der Bienenbeute und zur Desinfektion. Propolis ist ein altbekanntes Hausmittel.

 

Gelee Royal

Gelee Royal ist ein bitter schmeckender Futtersaft. Den Bienen dient der Futtersaft zur Aufzucht der Brut. Die Bienenlarven werden bis zum dritten Tag mit Gelee Royal gefüttert. Die Fütterung in der Weiselzelle (als Weisel wird die Königin, hier die Königinnennachzucht bezeichnet) erfolgt bis zum fünften Tag. Der Mensch setzt das Produkt mit einem hohen Nährwert als Nahrungsergänzungsmittel ein.

 

Bienengift

Das Bienengift dient erst einmal als Waffe gegen Störenfriede. In aller Regel kommt es beim Bienenstich zu einer leichten Schwellung. Bei allergisch reagierenden Personen kann es aber bei Stichen zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Bienengift kommt insbesondere in der Pharmaindustrie bei der Herstellung von Medikamenten zum Einsatz.

 

                                        

 



                                     

Frühtracht

Feincremiger milder Honig mit viel Süße von Frühlingsblüten. Der Honig ist in aller Regel goldgelb gefärbt und kristallisiert schnell. Da keine spezielle Blütentracht genutzt wird, spricht man von einem Vielblütenhonig.

 

Sommertracht

Feinsteifer würziger Honig mit feiner Säure von Sommerblüten in gelblicher Färbung. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Vielblütenhonig.

 

Rapshonig

Feincremiger milder und sehr süßer Honig aus der Rapsblüte. Leicht goldgelbe Färbung bis ins klare Weiß. Je deutlicher die weiße Färbung, desto höher der Anteil der Rapsblüte. Rapshonig kandiert sehr schnell.

 

Lindenhonig

 In flüssigem Zustand hellgelb, kandiert beige-braun. Lindenhonig hat ein kräftiges herbes Aroma. Der Honig besteht sowohl aus Lindenblütennektar als auch aus Honigtau.

 

Akazienhonig

In aller Regel ist Akazienhonig flüssig. Bei stärkerem anderen Blütenanteil kommt es zur Kandierung. Der Honig hat ein mildes sehr süßes Aroma.

 

Heidehonig

 Heidehonig hat einen eigenes herbes Aroma. Im flüssigen Zustand ist er gelartig. Der Heidehonig darf einen höheren Wasseranteil haben. Im kandierten Zustand ist er grobkörnig. Der Heidehonig ist, wie sein Name schon sagt, ein regional begrenzter Sortenhonig. Seine Gewinnung erfolgt überwiegend in der Lüneburger Heide.

 

Waldhonig

 Waldhonig wird von den Bienen nicht aus Blütennektar sondern aus Honigtau gewonnen. Der Geschmack ist als würzig herb zu bezeichnen. Der dunkelbraune leicht grünlich gefärbte Honig kandiert sehr langsam und ist im kandierten Zustand sehr grobkörnig.

 

Löwenzahnhonig

 Der im flüssigen Zustand goldgelbe Löwenzahnhonig hat ein intensives Aroma. Während der Kandierung wechselt die Farbe mehr in den gelben Ton.

 

Tannenhonig

 Tannenhonig hat einen harzig und herben Geschmack. Der Honig hat wie der Waldhonig eine dunkelbraune Färbung und kandiert ebenfalls sehr langsam. Tannenhonig ist ebenfalls ein Produkt aus Honigtau. Er wird überwiegend im Schwarzwald gewonnen.