IMKEREI IN HERDECKE

 HRI:
                     Honiggemeinschaft Regionaler Imker Herdecke

 

 


    Präsentation im REWE-Markt

 

      

Am 14.08.2006 gründeten 6 Mitglieder des Imkervereins Herdecke-Ende eine „Honiggemeinschaft Regionaler Imker“ (HRI). Ziel der Honiggemeinschaft ist es, Qualitätshonige aus der Region über zentrale Verkaufsstellen einem breiten Kundenkreis anbieten. Über eine verbesserte und einfachere Vermarktung versprechen sich diese Imker auch ein positives Signal an potentielle Neuimker, um den Bestand an Bienen zu sichern oder gar - gegen den Trend - zu erhöhen. Alle Vereinsmitglieder können sich der Honiggemeinschaft Regionaler Imker anschließen und somit an dem Erfolg teilhaben.

 

Mit der Vermarktung ihrer Honige haben Imker der HRI am 25.08.2006 im REWE-Markt in Herdecke-Ende begonnen.

 

Die Resonanz aus der Bevölkerung war sehr positiv. Dies spiegelt sich auch insbesondere in den

Verkaufszahlen wieder.

 

Die Gründungsmitglieder der HRI Herdecke sind Wolfgang Marzahl, Anton Müller, Horst Prinzen, Anton Rosenkranz, Ludger Sauerwald und Günter Siewert.

 

Im Sommer 2009 erweiterte sich die Honiggemeinschaft um den Imker Carsten Fröse.

 

                  

                 Bei einer unserer halbjährlichen

                   Besprechungen in Wolfgang`s              

                          Bienenhütte

                           

     Verkaufsregal bei REWE

 

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Presseberichte:

 

Januar, 2016: 500 Euro für einen guten Zweck

"Bienenwachskerzen für Sie, Gutes tun für P. Hermann Immekus" weiterlesen

 

Juli, 2014: Fachmagazin für Imker: "Die Biene":
"Ein Erfahrungsbericht der Honiggemeinschaft Regionaler Imker Herdecke"  weiterlesen

14.11.2013: Wetter bestimmt die Farbe des Honigs

Dunkel und flüssig; Bienen fehlen in diesem Jahr die Pollen. Heimische Imker geehrt. weiterlesen

 

29.11.2007: Herdecker Imker mit gutem Beispiel voran

Herdecke. Die Imkerei gehört nicht unbedingt zu den Freizeitbeschäftigungen, die einen großen Zulauf verzeichnen können. Ganz im Gegenteil: Seit fast zwei Jahrzehnten ist die Bienenhaltung in der Region stark rückläufig. weiterlesen

27.11.2007: "Heimischer Honig hilft Allergikern"

Die gestandenen Herren bürgen für Qualität. 08/15 Honig aus industrieller Anfertigung kommt Anton Rosenkranz, Günter Siewert und Ludger Sauerwald von der Gemeinschaft Regionale Imker Herdecke nicht ins Glas. Dafür stehen sie sogar mit ihrem Namen. weiterlesen

 

24.6.2007: Honig für Genießer

Herdecke. "Feinschmekka" und "Willkommen auf der Besseressermesse"! So wurden vom 15. bis zum 17. Juni in Stuttgart die Besucher eines Genießertreffs der besonderen Art, der ersten "Slow Food" Messe in Deutschland, begrüßt. Unter den Leckereien:weiterlesen

 

         
 

 

                     Ludger Sauerwald mit einem HRI-Stand auf der Grünen Woche 2006 in Berlin

 

 

 

     

                                      Auf dem Honigtag 2006 in Bielefeld

 

 

Die Honiggemeinschaft Regionaler Imker (HRI) in Herdecke

– erste Erfahrungen aus der gemeinschaftlichen Honigvermarktung

 

Am Anfang standen Überlegungen, wie man die Imkerei breiter in der Öffentlichkeit verankern und gleichzeitig die Vermarktung der lokal erzeugten Honige vereinfachen und verbessern könnte. Die Gründung einer Genossenschaft, wie bei Winzern üblich, wurde erwogen. Gespräche mit unserem Vorsitzenden führten schließlich zu einem Hinweis auf einen Artikel in „die biene“, Heft 3/2006, Seite 9. Dort berichtete Frau Kehres vom Imkerverein Much (Rheinland) über ihre Gründung einer Honiggemeinschaft. Wir fanden die Idee genial!

 

Die Umsetzung – gar nicht so schwer

Da die Honigernte bereits abgeschlossen war, die Töpfe mal wieder mit Honig gefüllt in den Kellern standen, war die Gelegenheit günstig, das Projekt zu starten.

Nun ging es darum, im Verein Interesse zu wecken und den örtlichen REWE-Händler zu überzeugen. Beides gelang im ersten Anlauf. Vereinsintern wurde vereinbart, dass wir nur Vereinsmitglieder in die Honiggemeinschaft aufnehmen und unsere Finanzen in eigene Hände zu nehmen. (frei von der Vereinskasse)

Fast ungläubig reagierte Frau Kehres zunächst auf unser Ansinnen, ihre Idee kopieren zu dürfen. Aber sie merkte schnell, dass wir es ernst meinten und unterstützte uns mit allem, was sie erarbeitet und an Erfahrungen gesammelt hatte. Ohne ihre Hilfe hätten wir es kaum schultern können, nicht so schnell und nicht so professionell.

Die eigentliche Arbeit steckt in der Gründung und der Vorbereitung des Starts einer HRI. Die laufenden Honiglieferungen und die Pflege des eigenen Honigregals werden dann schnell zu einer liebgewonnenen Gewohnheit. Honig bequemer zu verkaufen, geht wohl kaum! 

 

Was alles zu bedenken ist

Die Vereinbarung mit REWE wurde per Handschlag besiegelt!

Es fanden sich sechs Imker, die spontan interessiert waren. Zum Gründungstreffen hatte ich eine Satzung mit den Spielregeln entworfen. Bei einzelnen Punkten gab es Beratungsbedarf, wir wurden uns aber schnell einig und unterschrieben unsere Satzung. Wichtige Punkte sind eine Vereinbarung über die Bereitschaft, die Anlaufkosten zu finanzieren, die Festlegung der Qualitätskriterien, der Aufmachung des Honigs und der Präsentation in der Öffentlichkeit, die Pflichten der Mitglieder und schließlich die Verkaufspreise. Letztlich muss ein Verantwortlicher gefunden werden, der alles organisiert und das laufende Geschäft betreut und der auch seinen Namen und seine Adresse für die Firmierung der HRI hergibt, Lieferscheine und Rechnungen ausstellt und das Geld an die Imker weiterleitet.

 

Ein Regal nach unseren Vorstellungen

Im Nachhinein war es ein Glücksfall, dass uns der REWE-Händler keines seiner Regale zur Verfügung stellen konnte. Wir haben uns im Baumarkt umgesehen und ein verchromtes Stahlregal für ca. 200€ inclusive Zubehör (Kunststoff-Leisten für Namensschilder, Honigbeschreibung und Preise sowie einen Korb für leere Gläser) gekauft. Im REWE-Markt wurde uns ein idealer Platz zugewiesen: neben einer Waage in der Obst- und Gemüseabteilung. Für ausreichende Standsicherheit mussten wir sorgen, damit das volle Honigregal nicht umkippen kann.

Aber noch war das Regal leer. Von Frau Kehres erhielten wir die Druckvorlagen für die Minifaltblätter, mit denen jedes Honigglas als HRI-Produkt ausgewiesen wird. Neben unserem höheren Verkaufspreis und dem Namen des jeweiligen Imkers auf dem Gewährstreifen ist das das einzige Unterscheidungsmerkmal im Vergleich zu dem Honig eines Abfülbetriebes nur vier Meter weiter.

 

Was noch alles dazugehört

An einem Samstag, Ende August 2006, startete unser Verkauf bei REWE: Das Regal fasst bis zu 112 Gläser Honig auf 7 Regalebenen. Jedes der 6 Mitglieder erhielt eine Regalebene mit Platz für 16 Gläser. Vorn am Regalrand werden die Namen der Imker mit ihrem Standort angegeben, dazu der Verkaufspreis von 4,85 € (zurzeit 5,25 €) und eine kurze Beschreibung der jeweiligen Honigsorte, z.B. „Frühtracht: cremig, mild” auf der linken Seite und „Sommertracht: cremig fest, blumiges Aroma“ auf der rechten Seite der Regalebene.

Die freie Regalebene wird für Werbematerial genutzt. Auf dem Boden steht ein Weidenkorb mit dem Hinweis, dort leere Gläser abzustellen (wir arbeiten ohne Pfand).

 

Vor dem Tag der ersten Präsentation unserer Honige im REWE-Markt waren aber noch weitere Vorbereitungen zu treffen:

ein Flugblatt für die Besucher entwerfen und vervielfältigen,

von Frau Kehres Poster für eine Präsentationswand und eine dazu passende Demowand ausleihen (besitzt unser Landesverband),

Poster für das Regal beschaffen: Werbung für die Imkerei und lokalen Honig,

die Presse informieren und zu einem Fototermin einladen,

Gäste einladen (Frau Kehres aus Much und Dr. Mühlen aus Münster),

2 Hochtische für die Honigverkostung beschaffen,

Honig für die Verkostung, Kunststofflöffel und Servietten beschaffen,

Namensschilder für alle Mitglieder der HRI organisieren.

 

Der Verkaufsstart – ein voller Erfolg

Unser Honigverkauf ist vom Start weg gut angenommen worden. Man muss sich als lokaler Imker ausweisen, aber dennoch eine gewisse Professionalität durchscheinen lassen. Die Presse hat uns sehr wohlwollend begleitet. Das Interesse an der Imkerei ist in Herdecke deutlich gestiegen, der Verein hatte in den letzten Monaten einige Neuzugänge zu verzeichnen.

Die Lieferbereitschaft über das ganze Jahr ist wichtig. Wenn ein Imker signalisiert, dass sein Honigvorrat zur Neige geht, erhält er eine Regalebene im „Bückbereich”, d.h. unten, auch kann er sein Angebot auf nur eine Honigsorte reduzieren. Den völligen Ausfall eines Imkers haben wir bisher nicht erlebt. (geplante Rotation?)

Zur Weihnachtszeit haben wir jedes Honigglas mit zwei kleinen Baumkerzen aus eigenem Bienenwachs und einem kleinen Tannenzweig dekoriert. Es sieht so aus, als ob wir einen neuen Monatsrekord einfahren werden.

 

Aller Anfang ist schwer, so auch bei uns. Aber inzwischen ist ein Leitfaden für die Gründung und den Betrieb einer Honiggemeinschaft Regionaler Imker erstellt worden. Ein ausführliches Papier, mit dessen Hilfe jeder unser Vorgehen nun leichter kopieren kann. Wünschenswert wäre, dass ein einheitlicher Standard eingehalten wird, damit diese Vermarktung sich zu einem neuen Markenzeichen der Direktvermarktung für Hobby-Imker entwickelt.

                 Motto: "Getrennt imkern, vereint vermarkten"!

          

Ludger Sauerwald

Oberer Ahlenbergweg 19a,

58313 Herdecke

Tel. 02330-974467

 

                                                     HRI-Bilder aus 2012


                                                          HRI-Bilder 2011


                                           HRI-Bilder 2010