IMKEREI IN HERDECKE

Nachrichten aus Wetter und Herdecke; WP/WR 29.11.2007

 

Herdecker Imker mit gutem Beispiel voran

Herdecke. Die Imkerei gehört nicht unbedingt zu den Freizeitbeschäftigungen, die einen großen Zulauf verzeichnen können. Ganz im Gegenteil: Seit fast zwei Jahrzehnten ist die Bienenhaltung in der Region stark rückläufig.

 

"Damit sind vielfältige Gefahren für die Natur verbunden", warnt der Herdecker Imker Ludger Sauerwald. Der Rückgang der Imkerei hat eine weitere negative Folge: Heimischer Honig verschwindet immer mehr von Markt. Dem wollten die Herdecker Imker Einhalt gebieten und gründeten die "Honiggeeinschaft regionaler Imker Herdecke". Mit Erfolg vermarkten sie ihren Honig gemeinsam (die WP berichtete).

Auf Interesse stieß das Herdecker Konzept jetzt auch beim westfälisch-lippischen Imkerverband. Der nämlich unterstützt die Gründung von Honiggemeinschaften im Land und betrachtet das Herdecker Konzept "als eine gute Maßnahme für den Erhalt und den flächendeckenden Ausbau der Imkerei im Lande". Deshalb kam Friedrich-Wilhelm Brinkmann, der Vorsitzende des westfälisch-lippsichen Imkerverbandes, jetzt nach Herdecke, um sich vor Ort einBild von der Honiggemeinscahft zu machen. Stotz zeigten die Herdecker Imker ihrem Gast auch den gemeinsamen Verkaufsstand, den die im Kirchender Rewe-Markt Symalla betreiben. Dort vertreiben die Bienenhalter aus der Region ihren Honig seit einiger Zeit gemeinsam.

Mit den Eindrücken aus Herdecke reiste der Landesvorsitzende Friedrich-Wilhelm Brinkmann weiter zur einer Tagung der Landwirtschaftskammer Münster, bei der es um die Gründung von Imkergemeinschaften nach demHerdecker Vorbild in weiteren Städten ging.